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In Notfällen kontaktieren Sie bitte die Telefon Nr.: 116117


Angebot für Frauen in einer akuten Krise

Frauenberatungsstelle  FrauenLeben e.V. Köln

Telefon: o221 9541660


Telefonliste von Psychotherapeut*innen in Köln mit GKV Zulassung:

Martina Geenen       01520-5817076

Michaele Lübke        2975353

Frau Brachtheuser   13930723

Frau Müllheuser       0163 5843215

Peter Bölling             2805960

Stefan Hennen          386893

Sebastian Link          43084418


 

Grün macht gesund

Das Aufsuchen und Betrachten begrünter natürlicher und künstlicher Umwelten hellt das Gemüt auf, stärkt das Immunsystem und kann Heilung unterstützen.

Patienten erholen sich mit Blick auf Bäume schneller.

Der Architekturprofessor Roger S. Ulrich von der Chalmers Universität in Göteborg/Schweden war einer der ersten, der die heilsame Wirkung von Büschen und Bäumen in einer Studie beschrieb. Bereits vor gut 30 Jahren teilte er Krankenhaus-Patienten, die sich einer Gallenblasen-Operation unterzogen hatten, in zwei Gruppen ein: Die Patienten der einen Gruppe schauten aus ihren Krankenbetten durch das Fenster ins Grüne, die Patienten der anderen Gruppe auf eine Backsteinmauer. Die Patienten, die auf Bäume und Büsche schauten, erholten sich schneller von der Operation. Sie benötigten geringere Dosen an Schmerzmitteln, und die Pflegekräfte attestierten ihnen einen optimistischeren Blick in die Zukunft. Diese Untersuchung und viele Nachfolgestudien begründen heute Konzepte einer Krankenhausarchitektur, die beispielsweise Wert darauf legt, dass Farbe und Beleuchtung das Sonnenlicht simulieren oder dass Patienten durch das Fenster in vielgestaltige Klinikgärten mit Büschen und Bäumen schauen können

Waldbad stärkt das Immunsystem.

Auch architekturpsychologisch gestaltete Zimmer bleiben aber letztlich Krankenzimmer. Um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dort als Patient liegen zu müssen, ist es eine geeignete Strategie, das körpereigene Abwehrsystem zu stärken. Man kann zu Pillen greifen, die einem das versprechen, sich gut ernähren oder den Grundsätzen von Kneipp folgen und sich häufig in frischer Luft bewegen.

So wie beim „Shinrin Yoku“, dem „Waldbaden“, wie es das japanische Forstministerium zu Beginn der 1980er Jahre propagiert hat. Vom Shinrin Yoku erhoffen sich die Japaner eine aroma-therapeutische Wirkung gegen den Alltagsstress und eine Stärkung des Immunsystems. Der japanische Umweltmediziner Qing Li von der Nippon Medical School in Tokio hat 2010 bei Probanden, die sich für drei Tage und zwei Nächte im Wald aufhielten, Parameter des Immunsystems (die Aktivität und die Anzahl der natürlichen Killerzellen und verschiedene Fraktionen von Anti-Krebs-Proteinen) und physiologische Stressreaktionen (Adrenalin) gemessen. Erfasst wurden die Werte vor, während und direkt nach sowie erneut sieben und noch einmal 30 Tage, nachdem die Besucher das „Waldbad“ wieder verlassen hatten. Der Immunstatus war bei den Probanden direkt im Anschluss an den Waldaufenthalt und sogar noch einen Monat später gestärkt, und der Stresspegel hatte sich verringert.

Vielleicht lag es daran, dass die Waldbadenden drei Tage lang ihrem Alltag entfliehen konnten und sich gedanklich mit anderen Dingen befassten? Um das zu prüfen, verglich die Arbeitsgruppe die Wirkungen des Waldbades mit einem Städtetrip. Die Ergebnisse für den Waldbesuch waren auch hier günstiger. Also war es nicht der Ausflug an sich, der wirkte, sondern der Wald bedingte den Effekt. Aber was genau wirkt da?

Substanzen aus Bäumen reduzieren Stresshormone. Qing Li und sein Forschungsteam versuchten die immunstärkenden und stressreduzierenden Wirkungen des „Waldbads“ physiologisch zu erklären. Im Fokus hatten sie Terpene (Limonene und Pinene). Das sind chemische Substanzen, mit denen Pflanzen sich gegen Schädlinge wehren oder bestäubende Insekten anlocken. Li und Kollegen baten zwei Gruppen von Probanden für ein Experiment in ein Hotel. Die eine Gruppe bewohnte drei Tage lang Zimmer, deren Luft mit den Terpenen angereichert war. Die Menschen der anderen Gruppe atmeten die übliche Hotelluft. Und tatsächlich: Die künstlich mit Waldluft angereicherte Umgebung reduzierte die Ausschüttung von Stresshormonen und steigerte die Anzahl von natürlichen Killerzellen.

Der Waldaufenthalt wirkt nicht nur in Japan positiv. Eine Studie einer Arbeitsgruppe um die Psychologen Simone Kühn und Ulman Lindenberger vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung fand heraus, dass das Wohnen in der Nähe eines Waldes mit einer besseren Hirngesundheit einhergeht. Teilgenommen hatten 340 Menschen der Berliner Altersstudie (älter als 61 Jahre), die seit mehr als zehn Jahren regelmäßig untersucht werden. Bei den am Waldrand wohnenden Berlinerinnen und Berlinern war die Struktur des Mandelkerns im Gehirn (Amygdala) besser intakt als bei jenen, die weiter vom Wald entfernt wohnten. Die Amygdala ist entscheidend am Stresserleben und an Reaktionen von Gefahren beteiligt. Wenn sie intakt ist, können Menschen besser mit Stress umgehen.

Aus:
Grün macht gesund
Präventionsexperte Prof. Dr. Wolfgang Schlicht fasst zusammen, warum eine grüne Umgebung gut für die Gesundheit ist.
https://www.gg-digital.de


Meditation
Deine innere und äußerer Welt

 


Ein sehr empfehlenswerter Film

 

 

Der Fim zeigt neue Wege auf, wie wir wieder ein humaneres, selbst bestimmteres und mitmenschlicheres Leben führen können.
Zu sehen sind:

Eugen Drewermann
Daniele Ganser
Hans-Joachim Maaz
Gerald Hüther
Franz Ruppert
Steffen Lohrer
Tenzin Peljor


Was ist ein Trauma?
Es gibt vier Schlüsselwörter, die ein Trauma definieren.

  • Überwältigung
    Hilflosigkeit
    Lebensbedrohung
    Spaltung

Jedes Ereignis, bei dem die Erfahrung eines Menschen all diese Kriterien erfüllt ist ein Trauma. Hierbei ist das jeweilige Alter entscheidend, denn als kleines Kind befinde ich mich in großer Abhängigkeit und habe nicht den Handlungsspielraum den ich als Erwachsener habe.

Bei einem Trauma kommt es zur Spaltung in ein

Traumatisiertes – Ich
dieses speichert in sich die traumatische Erinnerung und Erfahrung und die entsprechenden Gefühle. Es ist ab dem Zeitblock des Traumas in seiner Entwicklung blockiert, sucht aber ständig nach Möglichkeiten, ins Bewusstsein zu gelangen, um sich auszudrücken und auf diesem Weg die Traumasituation abzuschließen.

Überlebens-Ich
dieses bewacht und festigt die Grenzen der Spaltung und entwickelt zu diesem Zweck komplexe Strategien,wie Vermeidung, Ablenkung, Kontrolle, Süchte. Es fehlt ihm an Mitgefühl für sich und andere, es schafft und erhält sich Illusionen und Täuschungen,es ist häufig verwirrt, und kann keine klaren und guten Entscheidungen treffen.

Gesunde – Ich
dieses sehnt sich nach Ganzheit, d. h. die Integration von den abgespaltenen Anteilen, da es weiß, das etwas fehlt. Es versucht sich zu heilen indem es sich Hilfe sucht. Das Gesund Ich kann klar denken, trifft gute Entscheidungen, ist zuversichtlich und selbstbewusst, ist selbstverantwortlich. Begehren jeglicher Art und Verhalten sind angemessen. Es kann sich gut an Ereignisse aus seiner Vergangenheit erinnern.

Nach einem Trauma haben wir weiterhin Zugang zu unserem gesunden Selbst, solange wir uns sicher fühlen.

Erinnert uns eine Situation unbewusst, dies können z. B. sensorische Reize sein, wie Geruch, Geräusch, Bild, Geschmack, Berührung, an unser Trauma und aktiviert die ursprünglichen Gefühle,( man nennt das >> Triggern<<) übernimmt unser Überlebens-Ich die Regie.

Es ist wichtig zu verstehen, dass unser Trauma schon durch geringfügige Anlässe, die uns nicht bewusst sind, getriggert werden kann.

Das Trauma-Ich ist in der Verdrängung gefangen und sucht ständig nach Gelegenheiten sich auszudrücken, z.B. über körperliche und psychische Symptome.

Traumata, die durch Naturereignisse wie Erdbeben, Überflutung, Orkan entstanden sind, können wir besser verarbeiten, da wir wissen, dass niemandem ein Vorwurf zu machen ist, da diese Ereignisse Teil unseres Lebens sind. Auch fühlen wir uns oft anderen, die ähnliches erlebt haben, verbunden und nah, was schon zur Verarbeitung beiträgt.

Wenn wir jedoch vor solch einem Naturereignis Traumata erlitten haben, erschwert dies die Verarbeitung, denn jedes mal, wenn wir ein Trauma erleben, werden wir anfälliger für das nächste. Eine traumatische Erfahrung bewirkt oft eine Reaktivierung bereits früher erlittener Traumata.

Traumata, die wir durch andere Menschen verursacht erleben, sind für uns meistens viel schwerer zu verarbeiten. Hierbei spielen zwei Kriterien eine große Rolle,
die Absicht und die Nähe.
Wird eine Tat als beabsichtigt oder versehentlich wahrgenommen und ist der Täter/die Täterin uns bekannt. Je enger die Bindung und vorsätzliche Verletzungen,desto schockierender und verheerender sind die Folgen.
Quelle: Zurück in mein Ich
Das kleine Handbuch zur Traumaheilung von Vivian Broughton


Der Psychologen Franz Ruppert spricht über Identität, Traumata, Traumabiografie, Realitätsverlust und die Chance auf individuelle und gesellschaftliche Heilung